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Gothic goes Metal
Bei Gothic Rock Alben die mit
deutschem Gesang daher kommen, versuche ich meine Erwartungshaltung
immer etwas nach untenzuschrauben. Zu oft wird einem nur eine Kopie von
bekannten Acts wie Lacrimosa oder L`Ame Immortelle geboten.
Zum Glück gehen Monoblock einen etwas anderen weg.
Wesentlich hartmetallischer gehen die sechs Musiker zu Werke. Direkt die
ersten Töne von Kinderaugenblicke, die da aus dem Lautsprecher
kommen, erinnern dann auch irgendwie eher an eine skandinavische Melodic
Metal Band als an eine deutsche Gothic Formation.
Spätestens wenn der männliche und der weibliche Gesang einsetzt wird
klar das es hier um Gothic Rock geht, und zwar Gothic Rock der besseren
Art. Auf aufgesetzte dunkle Schmalzopern wird komplett verzichtet und
gradliniege Songs geben den Ton an.
Sänger Franz Steinert ist eher für den harten Gesang zuständig, so
liefert er zwischen gekeiften und cleanen Vocals alles ab was der Hörer
erwartet. Der sanfte, weibliche Gesang von Sängerin Stefanie Steinert
bildet einen schönen Kontrast dazu.
Auch die Texte sind als gelungen zu bezeichnen, frei von Schmalz sticht
besonders der Song “Kinderaugenblicke heraus. Textlich wird hier
die Welt aus der Sicht eines Kindes beschrieben. Musikalisch ist der
Song in drei Teile unterteilt. Er beginnt langsam um im zweiten Teil
etwas an Geschwindigkeit aufzunehmen, bleibt aber dabei immer balladesk,
Teil drei des Songs ist dann der wiederum sehr ruhige Abschluss des
Tracks.
Mit Kinderaugenblicke liefern Monoblock ein sehr gutes
Gothic Rock Album ab, das auch unter Hartmetaller einige Freunde finden
könnten.
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